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January 2022

Die kurative und präventive Bedeutung der Kurorttherapie für die arterielle Hypertonie

Journal/Book: H u K 6/85. 1985;

Abstract: Bad Wiessee Es besteht kein Zweifel daß die letzten Jahrzehnte der Heilkunde große Erfolge gebracht haben insbesondere was die unmittelbar behandlerischen Maßnahmen - seien sie operativer seien sie konservativer Art - betrifft. Trotzdem müssen wir erleben daß viele altbekannte Krankheiten nicht beseitigt sondern nur in den Zustand der Latenz versetzt werden können wie z. B. die arterielle Hypertonie (a. H.) und neue früher nicht bekannte oder nicht zu erkennende sich inzwischen ausgebildet haben von deren allergrößtem Anteil wir wissen daß der Mensch in seiner undisziplinierten Lebensweise selbst die wesentliche Schuld trägt. Vorwiegend die Desynchronisation des vegetativen Nervensystems als Folge von körperlichen und psychischen Belastungen jeglicher Art führen dazu daß über einen Mangel an Adaptationsfähigkeit akute Krankheitszustände nur unvollständig abheilen und unter weiteren Fehlregulationen in einen chronischen Krankheitszustand übergehen schließlich aus ihm nur noch schwer heraus zu manövrieren sind. Bei entsprechender Labilität genügen geringfügige Funktionsstörungen als Anlaß zu einem Krankheitszustand ernsterer Natur. Jeder Vorgang vegetativer Art beginnt rein funktionell und endet somatisch (Schaefer). Die Beseitigung allein einer Ursache soweit wir sie überhaupt prinzipiell zu erfassen vermögen genügt also nicht einen Krankheitzustand als beendet und den Gesundheitszustand als wieder stabilisiert anzusehen obwohl ohne den konsequenten Versuch einer Ursachen wie auch Symptombekämpfung z. B. durch Operation oder Medikament die Gesundheitsstabilisierung so wenig zu erreichen ist wie bei Nichtbeachtung der übrigen ärztlich notwendigen Maßnahmen (Änderung der Lebensweise Festigung des vegetativen Nervensystems Beseitigung aller die Persistenz des Krankheitszustandes unterstützenden Schadensmöglichkeiten Stärkung der Abwehr besonders des Immunsystems Disziplinierung des Patienten unserer permissiven Gesellschaft in vertrauensvoller offener aufklärender Aussprache u. a. m.) der bisherige Erfolg erhalten werden kann. So sehr wir an der Gültigkeit unseres wissenschaftlich nicht zuletzt durch Tierexperimente erworbenen Grundwissens festhalten müssen bedarf es auch des Einflusses kybernetischen Gedankengutes und der Beachtung weicher Daten in der Ordnung einer ärztlich gelenkten Therapie. Der Erfolg wird immer maßgeblicher für den Patienten sein als der Weg dorthin sofern der genutzte Maßnahmenkalender in seinem Verhältnis von Kurz- oder Langzeitschadensmöglichkeit zum Nutzeffekt für Arzt und gleichermaßen Patient akzeptabel bleibt. ... ___MH


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