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October 2021

VERHALTEN DREIER THERMOPHYSIOLOGISCHER MESSGRÖSSEN DER DISTALEN UNTEREN EXTREMITÄT AM MENSCHEN BEI VARIATION DER LUFTFEUCHTIGKEIT WÄHREND EINES LANGFRISTIGEN KLIMAKAMMERAUFENTHALTES

Abstract: Aus dem Institut für Medizinische Balneologie und Klimatologie der Universität München Vorstand: Prof. Dr. med. H. Drexel Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde in der gesamten Medizin an der Ludwig Maximilians-Universität zu München vorgelegt von Grigorios Antoniadis aus Veria/Griechenland 1979 ZUSAMMENFASSUNG 1. Während eines 30tägigen Versuches in einer Klimakammer werden drei männliche Versuchspersonen bei einer Raumtemperatur von ca. 21-23° C und einer variierten Raumfeuchte zwischen 6 und 16 Torr Dampfdruck ausgesetzt. 2. Je nach Raumfeuchte haben wir die Klimaphasen in eine klimareizfreie Phase eine Trockenperiode eine Feuchtephase und eine Phase mit stark wechselnder Feuchte eingeteilt. 3. An drei Meßstellen der Füße wurden die Hauttemperaturen registriert. Es waren dies die Großzehe der Fußrücken des rechten Fußes und die konsensuelle linke Großzehe. 4. Zunächst sind die Maxima und Minima jedes einzelnen Tages bei den Ausgangstemperaturen und Wiedererwärmungswerten in der 7. Minute (nach dem Austauchen aus dem Fußbad) gebildet worden. Diese wie auch die Tagestemperaturen wurden in Abhängigkeit von der Klimaperiodik untersucht. 5. Die Abweichungen der Temperaturwerte von ihrem Regressionswert genannt Residuen wurden an Hand eines Computerprogramms errechnet. Ihr Verhalten in den vier Klimaperioden wurde geprüft. 6. Die Maxima bei den Temperaturwerten vor und nach dem Fußbad aller drei Meßgrößen liegen während der klimareizfreien Phase der Trockenperiode und der Phase mit der stark wechselnden Feuchte in den abendlichen Stunden während der Feuchtephase dagegen am späten Nachmittag. 7. Die Minima aller Temperaturwerte der drei Meßgrößen befinden sich in allen vier Klimaperioden in den Vormittagsstunden. 8. Die Hauttemperaturen vor und nach dem Bad lagen am Fußrücken höher als bei den anderen zwei Großzehen. 9. Während der Feuchtephase und der Phase mit der stark wechselnden Feuchte weisen alle Meßgrößen die höchsten Temperaturwerte auf während sie bei der Trockenperiode am niedrigsten sind. 10. Die Phase der klimareizfreien Tage die als Eingewöhnungstage gedacht waren zeigt keine signifikante Beziehung zu der Klimaperiodik. 11. Die konsensuelle Reaktion an der linken Großzehe trägt bei den Wiedererwärmungstemperaturen Zeichen für einen Raumfeuchteeinfluß. 12. Die statistisch ermittelten Regressionskoeffizienten unterliegen bei allen Meßgrößen dem Tagesrhythmus. Daraus ergibt sich daß die Wiedererwärmungstemperaturen in der Entwärmungsphase (abends) signifikant höher als in den Aufheizungsphasen (vormittags) liegen. 13. Die Wiedererwärmungstemperaturen der konsensuellen linken Großzehe weisen eine überschießende Reaktion auf. 14. Die Residuen in der Wiedererwärmungsphase sind bei der 1. und 2. Versuchsperson am deutlichsten vorhanden. Die 3. Person scheint den von den Regressionskoeffizienten ermittelten Tagesrhythmus konsequent zu befolgen. Nach der Lage der Wiedererwärmungstemperaturen wurden die drei Versuchspersonen in zwei Reaktionstypen eingeteilt. Die 1. und 2. Versuchsperson gehört dem Arteriolenkontraktionstyp in der Trockenperiode und dem Arteriolendilatationstyp in der Feuchtephase an während die 3. Person dem Normaltyp in beiden Klimaperioden entspricht. 15. Die Auswertungstabellen lieferten positive Hinweise für einen Luftfeuchteeinfluß auf die Wärmeabgabe durch Verdunsten in der Wiedererwärmungsphase. Die Feuchte führt zu einer verminderten Perspiratio insensibilis und dadurch zu höheren Wiedererwärmungstemperaturen während in der Trockenperiode durch die verstärkte Wärmeabgabe durch Verdunsten niedrige Temperaturen entstehen. 16. In unserem Versuch können wir auf Grund des Verhaltens der Mehrzahl der gemessenen Werte auf eine aktive vasomotorische Reaktion in der 7. Minute nach dem Fußbad hinweisen. ___MH


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