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October 2022

Die Begriffe Grundwasser Quellwasser Brunnenwasser Tiefenwasser und Mineralisation aus hydrogeologischer Sicht Klarstellung der naturwissenschaftlichen Wasser-Begriffe und lebensmittelrechtliche Orientierungsmöglichkeiten für die Erfrischungsgetränke-Industrie

Journal/Book: DAS ERFRISCHUNGSGETRÄNK - SONDERNUMMER - STUTTGART 27. SEPTEMBER 1972 -NUMMER 39 - 25. JAHRGANG. 1972;

Abstract: Prof. Dr. K. F r i c k e Krefeld 1. Vorbemerkungen Marketing Wettbewerb Wandlungen der Verbraucherwünsche Umweltschutzbewußtsein und - paradoxerweise - Harmonisierungsbestrebungen im Rahmen der Gesetzesangleichung der EWG-Staaten für Hellwässer (Heilmittel) Mineralwässer (Tafelwässer) und (süße) alkoholfreie Erfrischungsgetränke (soft drinks) :sowie der gegenwärtigen Arbeiten am Codex Alimentarius und am Lebensmittelbuch haben extreme Begriffsverwirrungen auf dem Markt der alkoholfreien Getränke verursacht. Diese Feststellung bezieht sich in erster Linie auf das Wasser als Ausgangsbasis dieser Getränke das heute mehr denn je zum "Rohstoff Nr. 1" geworden ist. Der extrem niederschlagsarme Herbst 1971 und Winter 1971/72 haben diese Tatsache breitesten Bevölkerungskreisen vor Augen geführt. Die Werbung um das "klare reine Wasser" und um das "beste Wasser der Natur" wird dem Verbraucher im Rahmen des Umweltschutzes beim Angebot von Tafelwässern Allzweckwässern (Wasserkonserve) und als Bestandteil von süßen alkoholfreien Erfrischungsgetränken eindringlich vorgetragen oft mit untauglichen gelegentlich mit unstatthaften zumindest aber aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht immer mit fachgerechten Argumenten. Wie aus der Veröffentlichung "Die Erfrischungsgetränke-Industrie in der Diskussion um den Umweltschutz" von C. J. Bachem in Heft 47/1971 dieser Fachzeitschrift zu ersehen ist hat sich auch die Erfrischungsgetränke-Industrie im Rahmen des Umweltschutzes mit der Bedeutung des Rohstoffes "Wasser" als "Basisstoff" für Erfrischungsgetränke auseinandergesetzt und damit die Diskussion um den wohl wichtigsten Bereich des Umweltschutzes innerhalb der Getränkeindustrie eröffnet. Bei dieser Gelegenheit wurde bereits auf eine mögliche Wandlung des Wasserbewußtseins des Verbrauchers hingewiesen die zu einer Diskreditierung der auf der Basis von Trinkwasser hergestellten Erzeugnisse führen kann. Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen wenn man an die wenig sach- und fachgerechten Argumente in manchen Werbekampagnen der Getränkeindustrie denkt. Ihr kann aber gerade aus der naturwissenschaftlichen Betrachtungsweise der Wasserbegriffe entgegengetreten werden. Die Unternehmen der Erfrischungsgetränke-Industrie (aber auch die Brauereien) können daher an dem ständig wachsenden Umweltschutzbewußtsein des Handels und der Verbraucher nicht gedankenlos vorbeigehen. Sie werden erkennen daß die Ausgangsbasis ihrer Getränke nämlich der Grundstoff Wasser nicht mehr zu den problemlosen Selbstverständlichkeiten gehört über die man bislang kein Wort zu verlieren brauchte. Der Erfahrungsreichtum und der gewohnte Umgang mit einem ("geschönten") geschmacklich verbesserten chemisch unbelasteten geschmacklich indifferenten klaren und reinen Wasser das allen geschmacklichen und hygienischen Ansprüchen gerecht wird muß auch hier neue Impulse setzen um den Erfrischungsgetränken und den Tafelwässern eine Äquivalentfunktion zu dem verschmähten Schluck aus dem Wasserkran als lebensnotwendige Befriedigung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs zu ermöglichen. ... ___MH


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