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December 2019

BILANZUNTERSUCHUNGEN ZUR IMBIBITION DER HAUT MIT WASSER UND IN WASSER GELÖSTEN STOFFEN

Abstract: AUS DEM BALNEOLOGISCHEN INSTITUT BEI DER UNIVERSITÄT MÜNCHEN MEDIZINISCHE UND KLIMATOLOGISCHE ABTEILUNG Vorstand: Prof. Dr. H. v. BRAUNBEHRENS Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde in der gesamten Medizin verfasst und einer Hohen Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vorgelegt von Dimitrios Emmanouel aus Athen München 1965 ZUSAMMENFASSUNG I. FRAGESTELLUNG Folgende zum Teil methodische Fragen zum Problem der Imbibition von Lösungen in das Str. corneum des lebenden Menschen wurden untersucht: 1. Wir entwickelten eine Methode zur relativen Erfassung der Dicke einzelner Hornschichtabrisse. 2a. Wir untersuchten die Abhängigkeit der Imbibition der Epidermis mit Wasser As2O3- Na´- Cl´- J´- und Albuminlösungen von der Badedauer. 2b. Wir untersuchten für die gleichen Lösungen die Abhängigkeit der Tiefenverteilung in der Hornschicht von der Badedauer. II. METHODIK DER BADEVERSUCHE Badestelle war die Unterarminnenseite. Die Badefläche betrug 2 83 cm2 die Badezeiten waren im allgemeinen auf 30´´ 3´ und 30´ begrenzt. Die Lösungskonzentrationen der radioaktiv markierten Badewässer lagen etwa in der Mitte des vorkommenden Bereichs deutscher Heilquellen. Nach Abschluss des Bades wurde zwecks Bestimmung der Tiefenverteilung das Corneum schichtweise mit Tesafilm abgerissen. Aktivitätsmessungen über der Haut wurden sowohl vor als auch nach den Abrissen durchgeführt. Nach der Aktivitätsmessung wurden die Tesafilmabrisse entsprechend der üblichen Papierelektropherogramme-Färbung gefärbt und photometrisch ausgewertet. III. ERGEBNISSE 1. Ergebnisse der kolorimetrischen Abrissdicken-Bestimmung Während die Mehrzahl der am Unterarm durchgeführten Abrissreihen Conjunctumstreifen enthielten zeigten die am Rücken durchgeführten Reihen keine zusammenhängend abreissbare Barriere. Die Zahl der Abrisse welche bis zur Erreichung der Barriere notwendig war zeigte verhältnismässig grosse Unterschiede. Bei allen Reihen liegt das Extinktionsmaximum im ersten Abriss bei den conjunctumhaltigen folgt dann im 4. Abriss ein zweites Maximum. Bei den (zumindest makroskopisch) nicht barrierehaltigen Abrissreihen verläuft der ziemlich gleichmässige Extinktionsabfall flacher als bei den conjunctumhaltigen. 2. Ergebnisse der Badeversuche a. Abhängigkeit der imbibierten Menge von der Badedauer Die nach den ersten 2-3 Minuten imbibierte Menge von Wasser und den übrigen Lösungen mit Ausnahme des J´ und des Arsenats beträgt ca. die Hälfte der im 30´-Bad absorbierten Menge. Während die Werte der Na´- Cl´- und Albuminlösungen weitgehend übereinstimmen liegen die Wasser-Werte in einem niedrigeren Bereich. Das J´ steigt im Absorptionsverlauf praktisch linear bis zum 30´-Wert an. b. Abhängigkeit der Tiefenverteilung von der Badedauer Die Badesubstanzkonzentration nimmt mit zunehmender Tiefe rasch und steil ab. In einer Tiefe von 10 % der Gesamtdicke des Corneum beträgt die Badesubstanzkonzentration durchschnittlich 110-40 % an der Grenze zwischen Corneum und Rete 0 04-6 0 % der Konzentration des ersten Abrisses. Beim Na´ und vor allem beim J´ werden mit zunehmender Badedauer die oberen und mittleren Corneumschichten an Badesubstanz besonders angereichert. Beim Albumin und Cl´ verteilt sich die während der einzelnen Badezeiten einwirkende Badesubstanzmenge jeweils im gleichen Verlauf über die gesamte Hornschicht. IV. DISKUSSION Die frühauftretende Corneumsättigung für Na´ Cl´ HTO und Albumin beruht entweder auf dem Gehalt dieser Epidermisschichten an hydrophilen Substanzen (Amadori-Maillard) oder auf einer Schwammwirkung des hohlraumreichen Disjunctum. Das J´ dagegen wird entweder adsorptiv oder chemisch (über J2) an den Corneumproteinen gebunden. Der Vergleich der Imbibitionsverhältnisse von Anionen Kationen und Proteinen lässt vermuten dass die Rolle der Innenladung bei der Resorption lange überschätzt worden ist der Einfluss der Lipoidlöslichkeit aber verdient grössere Beachtung. Unsere sowie die quantitativen Ergebnisse von DIRNAGL und Mitarbeitern lassen erkennen dass die resorbierten Substanzmengen nicht ausreichen um einen echten pharmakodynamischen Effekt zu erzeugen. Es wird vermutet dass die im Corneum imbibierten Substanzen während und nach dem Bade eine unmittelbare (Resorption - Nachresorption) oder mittelbare (osmotisch?) Beeinflussung des Hautstoffwechsels herbeiführen. ___MH


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