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August 2015

Über thermometrische Untersuchungen im Zwölffingerdarm und den der Leber und dem Duodenum segmental zugeordneten Dermatomen nach Hyperämisierung dieser Hautareale sowie über die Steigerung der Leberdurchblutung und ihre Bedeutung für die Therapie von Leberparenchymkrankheiten

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 96. Jahrgang 1954 Nr. 21 S. 605-607. 1954;

Abstract: Dr. Wilhelm Baumann Facharzt f. innere Medizin Aus der Inneren Abteilung des Dominikuskrankenhauses Berlin-Hermsdorf (Chefarzt: Dr. G r a m) Es ist uraltes Erfahrungsgut der praktischen Medizin daß man von der Haut aus therapeutisch auf kranke innere Organe einwirken kann. Eine Erklärung der Wirkung hatte jedoch lange gefehlt. Noch im vorigen Jahrhundert nahm man an daß Mittel welche die Haut reizen und röten eine in der Tiefe des Körpers vorhandene Entzündung nach außen ableiten können. Deshalb nannte man diese Mittel Derivantia. - Um die Jahrhundertwende beobachteten B i e r und auch K l a p p daß durchblutungsfördernde Hautreize eine gleichzeitige Hyperämie der Viszeralorgane bewirken. Der Weg wie die Hyperämie der Haut zur gesteigerten Viszeraldurchblutung führt war längere Zeit strittig. Schon vor über 100 Jahren hatte E i s e n m a n n eine reflektorische Einwirkung auf innere Organe von der Haut her vermutet. Diese vorausschauende Konzeption geriet wieder in Vergessenheit. Mehr als 70 Jahre später (1914) wies J a n u s c h k e wieder auf den Reflexweg hin. Andere Autoren dagegen vermuteten noch in jüngerer Zeit ein Durchdringen der Wärme von der Oberfläche bis zu den Eingeweideorganen (J. B o a s 1926). Ein tieferes Eindringen der Wärme oder Kälte von der Haut bis zu den Eingeweideorganen ist aber wie wir jetzt wissen unmöglich. Es bleibt nur der Reflexweg. H e a d hatte 1898 den metamerischen Zusammenhang zwischen erkrankten Organen im Körperinnern und in ihrer Sensibilität gestörten Hautbezirken beschrieben. Diese Entdeckung wurde später durch Feststellung spastischer Veränderungen im Bereich der oberflächlichen Muskulatur dieser Zonen sowie von Schwellungszuständen der Haut und des Unterhautbindegewebes erweitert (M a c k e n z i e Hansen und von Staa Kohlrausch Wünsche u.a.).Schon vor mehr als 30 Jahren haben K a u f m a n n und K a l k und andere Autoren in Hautbezirken die erkrankten Viszeralorganen metamerisch zugehören eine veränderte vasomotorische Ansprechbarkeit gefunden. B a u m a n n und K ü n k e l beobachteten 1952 bei intrakutanen Quaddeln mit physiologischer Kochsalzlösung eine raschere Resorption in den Headschen Zonen. ... ___MH


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