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October 2021

Über den Einfluß der Tröpfchengröße und anderer Nebenbedingungen auf die Resorption von Aerosolen

Abstract: Aus dem Institut für physikalische Therapie und Röntgenologie der Universität und dem Balneologischen Institut bei der Universität München Komm. Vorstand: Doz. Dr. med. U. Schneider Inaugural - Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde in der gesamten Medizin verfaßt und einer Hohen Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vorgelegt von Hans Welcker aus Landsberg am Lech. Zusammenfassung Es wurde ober eine größere Anzahl von Inhalationsversuchen berichtet die mit drei verschiedenen Verneblern durchgeführt wurden die sich vor allem bezüglich der Größe der von ihnen erzeugten Nebelteilchen unterscheiden. Es handelte sich um einen sog. Asthma-Tascheninhalator (Tröpfchen zwischen 20 und 250 µ Durchmesser) und je ein Gerät der Fa. Pari (Teilchendurchmesser zwischen 0 5 und 7 µ Maximut bei 3 5 µ) und der Fa. Dräger (Teilchendurchmesser zwischen o 5 und 4 µ Maximum bei 2 µ). Vernebelt wurde die 20 %ige Lösung der p-Aminohippursauren Natriums ("Nephrotest" Casella-Farbwerke). Es wurde gezeigt daß sich der Asthma-Tascheninhalator nicht für die Aerosoltherapie eignet da sich die Inhalationslösung infolge der sehr großen erzeugten Tröpfchen schon zu 94 % im Mund niederschlägt. Bei den Versuchen mit dem Pari-Gerät blieben durchschnittlich 66 5 % der ursprünglich eingefüllten Lösung im Vernebler zurück. Von der vernebelten Menge wurden 32 1 % im Mund niedergeschlagen. Von der tatsächlich inhalierten Menge konnten 37 % im Harn wiedergefunden werden. Bei den Versuchen mit dem Dräger-Gerät betrug der nicht vernebelte Rest 51 5 % im Mund niedergeschlagen wurden 13 6 % der vernebelten Lösung. Von der inhalierten Menge wurden 24 6 % im Harn gefunden. Die Versuchsergebnisse weisen darauf hin daß sich der vom Pari-Gerät erzeugte Nebel zum größten Teil schon in den oberen Luftwegen etwa in der Trachea und den größere; Bronchien niederschlägt und nur zu geringem Teil wieder ausgeatmet wird während der vom Dräger-Gerät gelieferte Nebel auch die tieferen Abschnitte der Atemwege erreicht aber zu größerem Teil - durchschnittlich 23 7 % der inhalierten Menge - exhaliert wird. Durch langsame und tiefe Inspirationen wird das Abscheiden des Nebels begünstigt. Die Resorption dürfte in den höheren Abschnitten der Atemwege langsamer vor sich gehen als in den tieferen. Bei der Inhalation durch die Nase sind nicht dichtschließende Atemmasken nicht zu empfehlen da hierbei ein großer Teil des Inhalationsnebels verloren geht. Bei Verwendung dichtschließender Atemmasken ergab sich bezüglich der in den Atemwegen niedergeschlagenen Menge des Aerosols kein Unterschied gegenüber den Inhalationen durch den Mund. Die Resorption der in der Nase abgeschiedenen Aerosolmenge erfolgte äußerst rasch. Die wäßrige Inhalationslösung wurde schneller zerstäubt als eine der Glyzerin zugefügt wurde. Durch Glyzerinzusatz pur Inhalationslösung läßt sich erreichen daß die Nebelteilchen in den Atemwegen an Größe zunehmen und sich vermehrt abscheiden. Der exhalierte Anteil wird dadurch geringer. Eine resorptionsverzögernde Wirkung des Glyzerins konnte nicht beobachtet werden. ___MH


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