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October 2021

Dr. med. Manfred Curry †

Journal/Book: Sonderdruck Münchener Medizinische Wochenschrift 95. Jahrg. (1953) 11 S. 327). 1953;

Abstract: Am 13. Februar 1953 erlag Dr. Manfred Curry Leiter des von ihm begründeten Medizinisch-bioklimatischen Instituts in Riederau Ammersee im Alter von 53 Jahren einer akuten Krankheit. Curry war der Sohn eines amerikanischen Physikers er studierte in seiner Geburtsstadt München Medizin. Nach seiner 1930 erfolgten Promotion assistierte er u. a. bei Sauerbruch. Schon lange bevor er in medizinischen Kreisen von sich reden machte hatte er sich als Segler Weltgeltung durch sportliche Erfolge und wissenschaftlich orientierte Bücher verschafft sowie seine künstlerischen Fähigkeiten durch die Herausgabe bekannter Kunstdruck-Bildbände und durch mehrere Kulturfilme unter Beweis gestellt. Erfahrungen über die Wetterabhängigkeit der eigenen labilen Gesundheit veranlaßten ihn etwa ab 1935 seine ungewöhnliche Arbeitskraft und Begeisterungsfähigkeit immer mehr auf die Probleme der Meteorobiologie zu konzentrieren. 1946 erschien das zweibändige Werk "Bioklimatik" das als Kernstück die Currysche Arantheorie und seine Reaktionstypenlehre enthielt. Später folgten zahlreiche kleinere Publikationen in denen versucht wurde die beherrschende Rolle oxydierender Luftbestandteile (Aran) beim Zustandekommen der biologischen Wetter- und Klimawirkung weiter zu erhärten. In den letzten Jahren widmete sich Curry u. a. neuen Methoden der Krebsfrühdiagnostik und unternahm den Versuch bisher umstrittene Strahlungsarten mit karzinogenen Eigenschaften einem objektiven Nachweis zuzuführen. Currys Publikationen waren eigenwillig in Inhalt und Form. Sie waren aber so reich an guten Beobachtungen originellen Ideen und bemerkenswerten Anregungen daß sich an ihnen eine lebhafte Diskussion entzündete. Die allgemeine Forschungstätigkeit auf dem von Stagnation bedrohten bioklimatischen Gebiet erfuhr so eine nachhaltige Belebung. G. Boehm pflegte das Wirken und die Bedeutung des Verstorbenen mit einem Ferment zu vergleichen. Sein früher Tod stellt einen schweren Verlust für die bioklimatische Forschung dar. Dipl.-Phys. K. D i r n a g l München.


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